28.06.2026

Lagerfeuer im Wald - mit nachdrücklichem Hinweis auf das Feuerverbot!

Einsatz für die Abteilung Waldkirch

Kurz nach Mitternacht wurde die Abteilung Waldkirch in der Nacht von gestrigen Samstag auf heutigen Sonntag zu einer Branderkundung alarmiert. Ein Anrufer aus Sexau, der sich zu diesem Zeitpunkt bei einer Rebhütte befand, hatte im Kandelwald einen Feuerschein ausgemacht und diesen der Integrierten Leitstelle Emmendingen gemeldet. Die alarmierte Abteilung Waldkirch fuhr auf den Kandelgipfel, konnte die Sichtung zu Beginn jedoch nicht bestätigen. Da im dortigen Hotel gerade eine Hochzeitsfeier stattfand, bei welcher auch Lichteffekte eingesetzt wurden, lag erst die Vermutung nahe, dass diese möglicherweise die Ursache für die Meldung gewesen sein könnten. Aus diesem Grund wurde der Anrufer nochmals kontaktiert. Dieser beobachtete den Feuerschein nach wie vor durch ein Fernglas und verfügte zudem über gute Ortskenntnisse. Er lotste die Einsatzkräfte an den Parkplatz des großen Rank und von dort aus zum Kandelfelsen in Richtung seiner Sichtung. Parallel kam dort auch die Drohne zum Einsatz. Fußtrupps und der geländegängige Voraus-Rüstwagen wurden zur Erkundung entsendet. Trotz der von der Tageshitze stark erwärmten Steinformationen konnte die Wärmebildkamera eine Brandstelle zwischen den Felsen ausfindig machen. Der Feuerschein wurde zu diesem Zeitpunkt schwacher. Ein Fußtrupp erreichte die Stelle und fand ein kleines, noch brennendes Lagerfeuer in einem kleinen Steinkreis vor. Deren Nutzer hatten die Örtlichkeit wohl eiligst verlassen: zurückgelassene Decken, Rucksäcke, einer Pfanne mit Essen, Brot, Getränke und sogar Schuhe lagen um die Feuerstelle und zwischen den Felsen. Das Feuer wurde durch die Einsatzkräfte ausgetreten und mit den zurückgelassen Getränken endgültig abgelöscht. Kräfte der Polizei wurden mit dem Voraus-Rüstwagen nahe an die Örtlichkeit gebracht, diese fanden dort in den Hinterlassenschaften neben Autoschlüsseln auch noch Ausweise, was ihnen die Ermittlungen nach den Verursachern deutlich vereinfacht.

Auch wenn wir aufgrund der anhaltenden Hitze Verständnis für die Suche nach einer kühleren Übernachtungsmöglichkeit haben und das Lagerfeuer mit Steinen zur Eindämmung eingekreist wurde: Feuer im Wald ist verboten! Ein leichter Windzug kann Funken und Glut in den trockenen Wald blasen. Beides, selbst eine Zigarettenkippe, reicht aktuell aus, um einen Brand größeren Ausmaßes zu verursachen! Aufgrund der beiden Vegetationsbrände in der vergangenen Woche (wir berichteten) haben wir bereits mehrmals auf das von März bis Oktober eines jeden Jahres geltende Feuer- und Rauchverbot im Wald hingewiesen. Aktuell - die Nachrichten berichten es mehrmals täglich - beträgt der Waldbrand-Gefahrenindex 4 von 5, was die zweithöchste Waldbrand-Gefahr bedeutet. Aus diesem Grund bitten wir hiermit nochmals nachdrücklich um größte Umsicht und Einhaltung der geltenden Regelungen und Gesetze! Flora, Fauna und auch wir wären äußerst dankbar dafür.

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