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Rückblick: Übung Bruder-Klaus-Krankenhaus

erstellt von Thilo Haberstroh zuletzt verändert: 09.10.2017 18:37
07.10.2017: Rückblick auf die große Herbstübung aller Abteilungen
Rückblick: Übung Bruder-Klaus-Krankenhaus

Übung Bruder-Klaus-Krankenhaus

Rückblickend zur Übung vom Samstag, den 07.10.2017, erfolgt hier wie angekündigt unser Bericht:

Angenommen wurde ein Brand in einem Verwaltungsraum im Obergeschoss des Krankenhauses, ausgelöst aufgrund eines technischen Defektes. 13 Übungspatienten - bestehend aus 11 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und 2 Übungspuppen - galt es zu retten.

Damit die stationär zur Behandlung und Genesung aufgenommenen Patienten nicht unnötig verunsichert wurden, erfolgte die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge nur bis kurz vor das Krankenhaus mit Sondersignal, dann wurde es abgeschaltet. Alles Weitere verlief jedoch wie im Ernstfall nach Alarmplan:

Die ersten Einsatzkräfte begaben sich zur Brandmeldezentrale um zu prüfen, welche Brandmelder in welchem Gebäudeteil ausgelöst hatten. Mit diesen Erkenntnissen machten sie sich auf den Weg zum betreffenden Trakt und erkundeten dort die Lage. Nachrückende Fahrzeuge warteten derweil im Bereitstellungsraum auf weitere Anweisungen. Dies ist insofern notwendig, da sich ein einmal abgestelltes Lösch- oder Rettungsfahrzeug im Nachhinein nur erschwert neu koordinieren lässt. Nach der Erkundung wurden die Fahrzeuge umgehend in Stellung gebracht: Ein Löschfahrzeug fuhr von unten an die hintere Seite des Krankenhauses um von dort den Innenangriff vorzubereiten und Such- sowie Rettungstrupps unter Atemschutz in das Gebäude zu schicken. Die Drehleiter wurde ebenfalls an der Unterseite (= die Front, die von Waldkirch aus zu sehen ist) in Stellung gebracht und startete, auch unter Atemschutz, mit der Rettung der ersten Übungspatienten. Weitere Lösch- und Rettungsfahrzeuge wurden strategisch um das Gebäude herum stationiert und nahmen ihre Arbeit auf. Von allen möglichen Zugängen her waren Trupps in dem betreffenden Gebäudeteil auf der Suche nach zu rettenden Personen und dem Brandherd, welcher schnell gefunden und gelöscht werden konnte. Zimmer für Zimmer wurden kontrolliert. Zudem wurde bei einigen Übungspatienten davon ausgegangen, dass sie nur liegend transportfähig waren – die Atemschutzträger mussten diese aus ihren Zimmern heraus im Bett in einen sicheren Brandabschnitt des Gebäudes auf derselben Etage transportieren.

Die Wasserentnahme erfolgte zusätzlich vom Löschteich, der sich kurz vor der Zufahrt zum Krankenhaus befindet. Von dort aus wurden Schläuche bis zu den Löschfahrzeugen verlegt.

Die Führungsgruppe der Feuerwehr arbeitete Hand in Hand mit den Einsatzleitern der teilnehmenden Rettungsorganisationen. Hierzu standen die Einsatzleitfahrzeuge von DRK und Feuerwehr in direktem Kontakt dicht beieinander und bildeten somit eine organisationsübergreifende Einsatzleitung. Die Kräfte des DRK errichteten einen Sammelplatz, an welchem sie für die Betreuung und die weitere Versorgung der Übungspatienten sorgten.

Die Übung dauerte rund eine Stunde.

Es nahmen über 130 Einsatzkräfte teil, bestehend aus den DRK-Ortsvereinen Waldkirch und Kollnau (30 Teilnehmer) und der Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Waldkirch (100 Teilnehmer).

Ulrich Hildenbrand, Leiter des Polizeireviers Waldkirch, beobachtete den Übungsablauf. Ihm angeschlossen hatten sich Oberbürgermeister Roman Götzmann, Thomas Reger vom Dezernat 3 sowie Vertreter des Gemeinderates der Stadt Waldkirch. Der Einladung gefolgt waren auch Vertreter der Presse, welche in den kommenden Tagen in ihren Medien berichten werden. Gesamtkommandant Christian Klein, welcher die Übung zusammen mit der Leitung des Krankenhauses erarbeitet hatte, beobachtete ebenfalls den Ablauf, eine Nachbesprechung unter den Führungskräften erfolgte direkt im Anschluss.

An dieser Stelle danken wir recht herzlich den Verantwortlichen des Bruder-Klaus-Krankenhauses für die Möglichkeit, einen derartigen Einsatz üben zu können. Wir danken auch allen Patienten und Mitarbeitern für ihr Verständnis und allen Zuschauern und Beobachtern für ihr Interesse an unserer Arbeit!

07.10.2017 Krankehnaus 1

07.10.2017 Krankehnaus 2

07.10.2017 Krankehnaus 3

07.10.2017 Krankehnaus 4

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