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Rückblick: 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

erstellt von Thilo Haberstroh zuletzt verändert: 26.09.2017 13:41
16.-17.09.2017: Die Jugendfeuerwehr im (Übungs-) Einsatz
Rückblick: 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

Ein Wochenende lang durften die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Waldkirch erfahren was es bedeutet, 24 Stunden am Stück auf Abruf bereit zu sein und unangekündigte Einsätze bestreiten zu müssen. Aus diesem Grund fand vom Samstag, den 16.09. bis einschließlich Sonntag, den 17.09., die 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehr statt, welche von allen Ortsteilwehren der Gesamtwehr Waldkirch ausgearbeitet und betreut wurde.

Die 21 teilnehmenden Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden dazu im Rettungszentrum untergebracht und es wurden ihnen 3 Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Bedient und gesteuert wurden letztere selbstverständlich durch fachkundige und langjährige Feuerwehrmitglieder. Unser Nachwuchs wusste an dem Wochenende nicht, wann sie zu einem (Übungs-) Einsatz gerufen werden und was sie dort erwartete. Alles sollte möglichst realistisch sein – wie im wirklichen Leben eines Feuerwehrmitgliedes.

Der erste „Notruf“ erfolgte aus dem Wald nahe der Schwarzenburg, die Lage war schon bei der Anfahrt zu erkennen:  dichter Übungsrauch drang aus einer der dortigen Wanderhütten. Es galt das angenommene Feuer zu löschen und dessen Ausdehnung zu verhindern.

Gerade rechtzeitig vor einem Unwetter rückten sie wieder im Rettungszentrum ein, als sie im Anschluss daran ein Notruf aus Suggental erreichte. Ein Baum lag auf der Straße und musste beseitigt werden. Was Feuerwehrleute zuvor fast mühelos und mit einer Motorsäge vorbereitet hatten, stellte die Motivation der Jugendlichen auf eine harte Probe: Mit Handsägen gestaltete sich das Zerteilen und Beseitigen des Baumes wesentlich zeitaufwändiger und erschwerender als das Fällen. Doch auch dies gehört zum Alltag der Feuerwehr und auch hier packten alle mit an.

Noch mehr Realität gab es mit Einbruch der Dunkelheit, als die jungen Leute zu einem Flächenbrand im Dobel in Siensbach gerufen wurde. Der bereits bei der Anfahrt von Weitem sichtbare Feuerschein sorgte für entsprechende Stimmung und ein mulmiges Gefühl bei unserem Nachwuchs. Auch diesen Brand bekamen sie in den Griff und setzten das, was sie mittlerweile in den zahlreichen Übungen gelernt hatten, in die Praxis um.

Es gab kaum Zeit für Ruhe: Ein weiterer Einsatz führte sie nach Kollnau, wo ein Mülleimer in Flammen stand. Mit fast schon ein bisschen Routine wurde auch dieses Feuer schnell gelöscht. Was danach kam, gehört ebenfalls zum Alltag der Feuerwehr: Die Brandmeldeanlage eines großen Waldkircher Unternehmens löste aus, aber vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Zwischendurch ging es erneut nach Kollnau: bei einem nachgestellten Verkehrsunfall galt es die auslaufenden Betriebsstoffe aufzunehmen. Doch hier gab es nicht nur eine nachgestellte Unfallszene, sondern auch eine hervorragende Schauspieleinlage, welche der Szenerie zusätzliche Authentizität verlieh.

Auch eine Tierrettung stand auf dem Programm. In Buchholz erlebte die Jugendfeuerwehr diesbezüglich etwas außergewöhnliches: ein entlaufenes Krokodil wurde in einem Neubaugebiet gesichtet. Die lebensecht aussehende Kopie des Reptils wurde eingefangen und seinem Besitzer wieder übergeben. Zugegeben: Man hätte auch den Klassiker „Katze auf Baum“ üben können – aber das Krokodil sorgte für weit mehr Überraschung und wesentlich mehr Spaß.

Das gemeldete Auslösen eines Heimrauchmelders in Waldkirch stellte sich wiederum als Fehlalarm heraus, denn es gab dort keinen Brand und der Bewohner der Wohnung musste nicht gerettet werden, er hatte das Warnsignal schlicht und einfach nicht gehört.

Und schließlich gab es noch eine Suchaktion, bei welcher der Vermisste, eine Übungspuppe, nach einigen Hinweisen und Hilfestellungen gefunden und gerettet werden konnte.

 

Beim abschließenden Grillen im Rettungszentrum gab es für die Teilnehmer viel zu erzählen und viel zu lachen, als sie von den hinter ihnen liegenden, erlebnisreichen 24 Stunden berichteten. Wir freuen uns, dass es unserer Jugendfeuerwehr so viel Spaß gemacht hat!

An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an alle Organisatoren und Helfer und natürlich auch an die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr: Eure Begeisterung und Euer Tatendrang hat uns motiviert und auch wir hatten einen Riesenspaß mit Euch!

 

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